RAUMAKUSTIK

Die Raumakustik behandelt die Hörsamkeit in einem Raum.


Schwerpunkt der Raumakustik ist die Gestaltung der Wahrnehmqualität von Schallereignissen durch Nutzer von Konzertsälen, Theatern, Kirchen, Versammlungsräumen, Sälen, Hörsälen, Schulzimmern, Fernseh- und Rundfunkstudios und anderen Räumen, in denen akustische Darbietungen vielen Zuhörern zugänglich gemacht werden.


Eine gute Raumakustik wird aber auch in nachstehend aufgeführten Fällen erwartet:

  • Restaurants, Lounges, Bars, Dancing
  • Musikzimmer und Musikübungsräume
  • Büro, Grossraumbüro
  • Werkstätten und Produktionsräume

Die optimale Nachhallzeit in einem Raum hängt von der Nutzung ab. Siehe nachstehende Tabelle.

Nachhallzeiten nach Raumnutzung

Die Nachhallzeit T ist die Zeit in Sekunden, in der der Schallpegel nach dem Abschalten der Schallquelle um 60 dB abnimmt. Die Werte gelten für Räume, die mit Personen besetzt sind.

RaumgruppeT in s
Verwaltungsbauten
Einzelbüro0.6–1.0
Kleinbüro0.6–0.8
Mittelbüro0.6–0.8
Grossraumbüro0.4–0.6
Datenverarbeitungsräume0.4–0.6
Büromaschinenräume, Telex0.4–0.6
Telefonzentralen0.4–0.6
Korridore0.8–1.0
Treppenhäuser1.0–1.5
Kantinen, Aufenthaltsräume0.6–0.8
Heizungsräume0.5–0.7
Klimazentralen0.5–0.7
Schulbauten
Klassenzimmer für Sprache0.5–0.7
Klassenzimmer für Sprache und gelegentlich Gesang0.7–0.9
Sing- und Musikzimmer0.8–1.1
Musikübungszimmer0.4–0.6
Rhythmiksaal1.0–1.5
Handarbeitsräume0.4–0.6
Aula0.9–1.2
Treppenhaus1.0–1.5
Korridore1.0–1.2
Hallen1.0–1.5
Heizungsräume0.5–0.7
Turnhallen
Kleinturnhalle, V = 1275 m³1.1–1.3
Mittlere Turnhalle, V = 1675 m³1.1–1.3
Normalturnhalle, V = 2215 m³1.2–1.4
Grossturnhalle, V = 3750 m³1.3–1.5
Sport- und Schwimmhallen
Es gelten die gleichen Werte wie für die Turnhallen.
Radio- und Fernsehstudios
Sprechkabinenmax. 0.3
Ansagestudios0.5
Regieräume0.5
Proberäume1.0–1.3
RaumgruppeT in s
Wohnbauten
Wohn- und Schlafzimmer0.6–1.0
Treppenhaus1.0–1.5
Korridore0.8–1.5
Heizungsräume0.5–0.7
Bastelräume0.4–0.6
Spitäler
Korridore0.6–0.8
Hallen0.8–1.0
Büro0.6–0.8
Treppenhaus0.8–1.0
Krankenzimmer0.8–1.0
Küchen0.8–1.2
Aufenthaltsräume0.8–1.0
Heizungsräume0.5–0.7
Klimazentralen0.5–0.7
Hotels und Gaststätten
Treppenhaus1.0–1.2
Korridore, Hallen0.8–1.0
Gästezimmer0.8–1.2
Restaurants (Säle, Bar)0.6–1.0
Betriebsräume, Küche0.8–1.2
Kegelbahnen0.4–0.6
Heizungsräume0.5–0.7
Klimazentralen0.5–0.7
Fabrikationshallen
Je nach Volumen und dem vorgesehenen Verwendungszweck unter Berücksichtigung der zu erwartenden Lärmverhältnisse.
Schiessstände
Ausführung gemäss den Empfehlungen der EMPA.
Radio- und Fernsehstudios nach Nutzfläche
Studio 100 m²max. 0.5
Studio 175 m²0.8
Studio 300 m²1.0
Studio 600 m²1.1
Studio 900 m²1.2

Quelle: Bauphysik Online der ETH Zürich.

Eingang des Gemeindehauses Trun mit grossformatigen schallabsorbierenden Leuchten an der Decke
Obergeschoss des Gemeindehauses Trun mit schallabsorbierenden Leuchten

Gemeindehaus Trun (GR): Anstelle herkömmlicher Akustikdecken wurden grossformatige Leuchten montiert. Durch einen speziellen Aufbau wurde nicht nur eine dezente Lichtstimmung erreicht, sondern auch die Raumakustik verbessert.

HINTERGRUND
& DOWNLOADS

R A U M A K U S T I K
R A U M A K U S T I K
Druckansicht (pdf)
Raumakustik für Sprache
Raumakustik für Sprache
SGA-Richtlinie für die Akustik von Schulzimmern und anderen Räumen für Sprache (pdf)
Optimale Nachhallzeiten
Optimale Nachhallzeiten
in Abhängigkeit der Raumnutzung